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a:ausdruck [2012/10/21 20:16]
christian
a:ausdruck [2013/01/18 20:03] (aktuell)
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 Das A-Denken, insofern es sich innerhalb der marxistischen Tradition artikuliert, stellt das Weiterwirken einer älteren philosophischen Linie dar, die sich in ihrer klassischen Ausformung von Leibniz über Hegel und Humboldt bis hin zu Dilthey erstreckt. Als integraler Bestandteil reduktionistischer Denk- und Verhaltensweisen ist es dabei auch immer Gegenstand kritischer Eingriffe gewesen. So hat Althusser mit Blick auf Lukács seinen Begriff der »strukturalen Kausalität« gegen »das leibnizsche Modell des A« gesetzt, das wie jener »konzipiert worden war, um die Wirkung eines Ganzen auf seine Elemente erfassen zu können«, und von dem er behauptet, daß es »das gesamte Denken Hegels« beherrsche (//DKL//). Es setzt voraus, »daß das Ganze reduzierbar sei auf ein einheitliches inneres Prinzip, ein //inneres// Wesen, dessen Elemente dann nichts anderes sind als phänomenale A-Formen. Dieses innere Wesen ist in jedem Moment des Ganzen auf eine Weise gegenwärtig, die es ermöglicht, jederzeit die Gleichsetzung ›Element‹ (bei Hegel ein ökonomisches, politisches, juristisches, literarisches, religiöses Element) = ›inneres Wesen des Ganzen‹ vorzunehmen.« (...) Das A-Denken, insofern es sich innerhalb der marxistischen Tradition artikuliert, stellt das Weiterwirken einer älteren philosophischen Linie dar, die sich in ihrer klassischen Ausformung von Leibniz über Hegel und Humboldt bis hin zu Dilthey erstreckt. Als integraler Bestandteil reduktionistischer Denk- und Verhaltensweisen ist es dabei auch immer Gegenstand kritischer Eingriffe gewesen. So hat Althusser mit Blick auf Lukács seinen Begriff der »strukturalen Kausalität« gegen »das leibnizsche Modell des A« gesetzt, das wie jener »konzipiert worden war, um die Wirkung eines Ganzen auf seine Elemente erfassen zu können«, und von dem er behauptet, daß es »das gesamte Denken Hegels« beherrsche (//DKL//). Es setzt voraus, »daß das Ganze reduzierbar sei auf ein einheitliches inneres Prinzip, ein //inneres// Wesen, dessen Elemente dann nichts anderes sind als phänomenale A-Formen. Dieses innere Wesen ist in jedem Moment des Ganzen auf eine Weise gegenwärtig, die es ermöglicht, jederzeit die Gleichsetzung ›Element‹ (bei Hegel ein ökonomisches, politisches, juristisches, literarisches, religiöses Element) = ›inneres Wesen des Ganzen‹ vorzunehmen.« (...)
  
-Diese Kritik der expressiven Totalität weist zurück auf Problematisierungen von Vološinov, Brecht und Benjamin in den 1920er und 30er Jahren. Bei Marx selbst findet man keine begrifflich-explizite Thematisierung, wohl aber ein praktisches Markieren und Umgehen mit dieser Problematik anläßlich seiner Auseinandersetzungen mit der hegelschen Philosophie und ihren Folgen. +Diese <!--[-->[[k:Kritik|Kritik]]<!--]--> der expressiven Totalität weist zurück auf Problematisierungen von Vološinov, Brecht und Benjamin in den 1920er und 30er Jahren. Bei Marx selbst findet man keine begrifflich-explizite Thematisierung, wohl aber ein praktisches Markieren und Umgehen mit dieser Problematik anläßlich seiner Auseinandersetzungen mit der hegelschen Philosophie und ihren Folgen. 
    
  
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a/ausdruck.1350843393.txt.gz · Zuletzt geändert: 2012/10/21 20:16 von christian     Nach oben
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