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Bauern

A: falãḥūn. – E: peasants. – F: paysans. – R: krest'jane. – S: campesinos. – C: nongmin 农民

Rolf Hecker

HKWM 2, 1995, Spalten 67-76

Der Bauer, eng mit seinem Hof, dem Boden und dem Lauf der Jahreszeiten verbunden, spürt auch als erster Auswirkungen ihrer Veränderungen: »Malaria, Banditentum, brachliegendes Land, Pellagra, Analphabetismus, Auswanderung« (Gramsci, Gef, H. 23, §79). Er ist jedoch bodenständig, »bewegt sich ungern vom Fleck, zu dem er gehört. Er wollte auf seiner Scholle frei werden, nur auf ihr, und hielt sie lange, als er sie hatte, desto zäher.« (Bloch) Der Bauer ist ökonomisch abhängig von der Stellung zum Grund und Boden, hatte jedoch kaum je Einfluß auf politische Veränderungen. Wenn er sich politisch artikulierte, etwa in Bauernerhebungen oder -aufständen oder auch in verschiedenen politischen Organisationsformen, bis hin zu Parteien, dann zumeist nur deshalb, weil die Last von Steuern und Schulden erdrückend war und die Existenz der bäuerlichen Familie gefährdete. […] – In den 1880er und 90er Jahren rückte die B-Frage auf die Tagesordnung der in Entstehung begriffenen II. Internationale. Die starken Arbeiterparteien in Frankreich und Deutschland suchten in den bäuerlichen Massen eine mögliche Anhängerschaft.

Agrarfrage, Agrarreform, Agrobusiness, Apathie im befehlsadministrativen Sozialismus, Bauernbewegung, Bauernkrieg, Bodenreform, Dorfgemeinschaft, Enteignung, Erde, Genossenschaft, Grundrente, Indiofrage, Kleinbauern, Kollektivierung, Latifundismus, Ökologie, Pächter, Pariser Kommune, Stadt/Land

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