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f:feudaler_sozialismus [2015/04/04 15:46]
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-Kein politischer Richtungsname hat eine solche Vielzahl teilweise <!--[-->[[a:Antagonismus|antagonistisch]]<!--]-->er Besetzungen aufzuweisen wie der des Sozialismus. Der dritte Abschnitt im //Manifest// ist den verschiedenen zeitgenössischen ›Sozialismen‹ gewidmet, zunächst den »reaktionären«: dem »christlichen«, dem »kleinbügerlichen« (»reaktionär und utopisch zugleich«), dem »deutschen oder ›wahren‹« (»Spekulation über [...] die Verwirklichung des menschlichen Wesens«), dem »konservativen oder Bourgeoissozialismus« (»wünscht den //sozialen Missständen// abzuhelfen, um den Bestand der [[b:bürgerliche Gesellschaft|bürgerlichen Gesellschaft]] zu sichern«) usw. In diesem Katalog, dem Marx später noch den (in einigen Zügen auf den ›Nationalsozialismus‹ vordeutenden) »[[k:Kasernenkommunismus]]« (...) hinzufügt, figuriert der fS. Wie Antonio Labriola einige Jahrzehnte nach dem Erscheinen des //Manifest //notiert, sind alle diese Sozialismen und Kommunismen »wieder erschienen und haben sich mehr als einmal erneuert« (//GkM//). – Das gemeinsame Band dieser Strömungen sieht Engels darin, dass ihre Vertreter »außerhalb der [[a:Arbeiterbewegung]] standen« (...). – ›Feudal‹ und ›Sozialismus‹ scheinen einander grundsätzlich zu widersprechen. Während ›Sozialismus‹ v.a. auf die Zukunft orientiert, ist das Feudalsystem, mit Hegel zu sprechen, abgetan als eine nicht wieder herstellbare Stufe im Geschichtsprozess (...). Desto ironischer ist es, wenn der selber längst antiquierte Audruck fS wieder auftaucht in der (marxistischen) <!--[-->[[k:Kritik|Kritik]]<!--]--> des ›befehlsadministrativen‹ Staatssozialismus. Und vom letzten Soziologentag der DDR berichtete Walter Süss: »Der vorherrschende [[b:Begriff]] zu seiner Beschreibung ist in der DDR-Soziologie gegenwärtig der des ›[[f:Feudalismus]]‹.« (//Das Parlament//, 1990) +Kein politischer Richtungsname hat eine solche Vielzahl teilweise <!--[-->[[a:Antagonismus|antagonistischer]] Besetzungen aufzuweisen wie der des Sozialismus. Der dritte Abschnitt im //Manifest// ist den verschiedenen zeitgenössischen ›Sozialismen‹ gewidmet, zunächst den »reaktionären«: dem »christlichen«, dem »kleinbügerlichen« (»reaktionär und utopisch zugleich«), dem »deutschen oder ›wahren‹« (»Spekulation über [...] die Verwirklichung des menschlichen Wesens«), dem »konservativen oder Bourgeoissozialismus« (»wünscht den //sozialen Missständen// abzuhelfen, um den Bestand der [[b:bürgerliche Gesellschaft|bürgerlichen Gesellschaft]] zu sichern«) usw. In diesem Katalog, dem Marx später noch den (in einigen Zügen auf den ›Nationalsozialismus‹ vordeutenden) »[[k:Kasernenkommunismus]]« (...) hinzufügt, figuriert der fS. Wie Antonio Labriola einige Jahrzehnte nach dem Erscheinen des //Manifest //notiert, sind alle diese Sozialismen und Kommunismen »wieder erschienen und haben sich mehr als einmal erneuert« (//GkM//). – Das gemeinsame Band dieser Strömungen sieht Engels darin, dass ihre Vertreter »außerhalb der [[a:Arbeiterbewegung]] standen« (...). – ›Feudal‹ und ›Sozialismus‹ scheinen einander grundsätzlich zu widersprechen. Während ›Sozialismus‹ v.a. auf die Zukunft orientiert, ist das Feudalsystem, mit Hegel zu sprechen, abgetan als eine nicht wieder herstellbare Stufe im Geschichtsprozess (...). Desto ironischer ist es, wenn der selber längst antiquierte Audruck fS wieder auftaucht in der (marxistischen) <!--[-->[[k:Kritik|Kritik]]<!--]--> des ›befehlsadministrativen‹ Staatssozialismus. Und vom letzten Soziologentag der DDR berichtete Walter Süss: »Der vorherrschende [[b:Begriff]] zu seiner Beschreibung ist in der DDR-Soziologie gegenwärtig der des ›[[f:Feudalismus]]‹.« (//Das Parlament//, 1990) 
    
  

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