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f:frage [2013/02/10 11:50]
christian
f:frage [2018/02/26 21:29] (aktuell)
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 Fragen und Antworten sind elementare Redegenres. Ihr Wechselspiel bildet [[e:Erfahrung]] und ist wie diese strukturähnlich mit [[a:Arbeit|Arbeiten]], sprachpraktische Form der ›Meisterung‹ der gesellschaftlichen Naturverhältnisse der Individuen. Da die Struktur der F immer schon das Feld möglicher Antworten absteckt, ist die Verfügung über Fragen so wie die über materielle Ressourcen eine Sache von [[h:Herrschaft]] oder [[b:Befreiung]] – ein Aspekt, der in der nicht-marxistischen Literatur zur F entnannt ist. Wer bestimmt, welche F.en anstehen, bestimmt, worauf sich Handlungspotenziale richten. [...]  Fragen und Antworten sind elementare Redegenres. Ihr Wechselspiel bildet [[e:Erfahrung]] und ist wie diese strukturähnlich mit [[a:Arbeit|Arbeiten]], sprachpraktische Form der ›Meisterung‹ der gesellschaftlichen Naturverhältnisse der Individuen. Da die Struktur der F immer schon das Feld möglicher Antworten absteckt, ist die Verfügung über Fragen so wie die über materielle Ressourcen eine Sache von [[h:Herrschaft]] oder [[b:Befreiung]] – ein Aspekt, der in der nicht-marxistischen Literatur zur F entnannt ist. Wer bestimmt, welche F.en anstehen, bestimmt, worauf sich Handlungspotenziale richten. [...] 
  
-»Wie [...] kömmt der //Mensch// dazu, seine //Arbeit zu entäußern,// zu entfremden?« (//Ms 44//) Seine erste Antwortsuche führt Marx zum [[b:Begriff]] des »Privateigentums«, der sich aber als unzulänglich erweist, da er suggeriert, »mit einer Sache außer dem Menschen zu tun zu haben«, wo es doch um praktizierte Verhältnisse geht. Marx verwandelt deshalb die »F nach dem //Ursprung// des //Privateigentums// in die F nach dem Verhältnis der //entäußerten Arbeit// zum Entwicklungsgang der Menschheit« (ebd.). »Diese neue Stellung der F«, so glaubt Marx 1844, »ist inklusive schon ihre Lösung.« (vgl.: »Die Formulierung einer F ist ihre Lösung.«) Aber erst nach weiteren Problemverschiebungen wird Marx die F nach der kapitalistischen Vergesellschaftung der Arbeit entscheidend voranbringen, wobei deren theoretisches Kernstück, die Wertformanalyse, gerade das skandalisiert, was in der Politischen Ökonomie des [[k:Kapitalismus]] fraglos bleibt. Denn diese hatte zwar »Wert und Wertgröße analysiert und den in diesen Formen versteckten Inhalt entdeckt«, aber »niemals auch nur die F gestellt, warum dieser Inhalt jene Form annimmt, warum sich also die Arbeit im Wert und das Maß der Arbeit durch ihre Zeitdauer in der Wertgröße des Arbeitsprodukts darstellt« (//K I//). Allein, die theoretische Durchführung dieser F zeigt die systemische Verrücktheit des Kapitalismus als einer »[[g:Gesellschaftsformation]] [...], worin der Produktionsprozess die Menschen, der Mensch noch nicht den Produktionsprozess bemeistert« (...). +»Wie [...] kömmt der //Mensch// dazu, seine //Arbeit zu entäußern,// zu entfremden?« (//Ms 44//) Seine erste Antwortsuche führt Marx zum [[b:Begriff]] des »Privateigentums«, der sich aber als unzulänglich erweist, da er suggeriert, »mit einer Sache außer dem Menschen zu tun zu haben«, wo es doch um praktizierte Verhältnisse geht. Marx verwandelt deshalb die »F nach dem //Ursprung// des //Privateigentums// in die F nach dem Verhältnis der //entäußerten Arbeit// zum Entwicklungsgang der <!--[-->[[m:Menschheit|Menschheit]]<!--]-->« (ebd.). »Diese neue Stellung der F«, so glaubt Marx 1844, »ist inklusive schon ihre Lösung.« (vgl.: »Die Formulierung einer F ist ihre Lösung.«) Aber erst nach weiteren Problemverschiebungen wird Marx die F nach der kapitalistischen Vergesellschaftung der Arbeit entscheidend voranbringen, wobei deren theoretisches Kernstück, die Wertformanalyse, gerade das skandalisiert, was in der Politischen Ökonomie des [[k:Kapitalismus]] fraglos bleibt. Denn diese hatte zwar »Wert und Wertgröße analysiert und den in diesen Formen versteckten Inhalt entdeckt«, aber »niemals auch nur die F gestellt, warum dieser Inhalt jene Form annimmt, warum sich also die Arbeit im Wert und das Maß der Arbeit durch ihre Zeitdauer in der Wertgröße des Arbeitsprodukts darstellt« (//K I//). Allein, die theoretische Durchführung dieser F zeigt die systemische Verrücktheit des Kapitalismus als einer »[[g:Gesellschaftsformation]] [...], worin der Produktionsprozess die Menschen, der Mensch noch nicht den Produktionsprozess bemeistert« (...). 
    
  

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