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Genealogie

A: silsilat nasab. – E: genealogy. – F: généalogie. – R: genealogija. – S: genealogía. – C: xipuxue

Mirjam Schaub

HKWM 5, 2001, Spalten 219-230

G.n werden nötig, wenn eine Herkunft strittig ist. Der Sinn eines genealogischen Rückgangs besteht im Nachweis einer ›höheren‹ Abkünftigkeit, aus der Macht- und Herrschaftsansprüche abgeleitet werden. Geltungsansprüche für Gegenwart und Zukunft sollen im Ausgang von etwas in der Vergangenheit Liegendem legitimiert werden. G erklärt die Herkunft zu einem Wert, zugleich ist aber sie es, die über den Wert der Herkunft zu entscheiden hat. In der Philosophie wächst dem Begriff, sobald er auf eine menschliche Praxis (etwa: die Moral) angewendet wird, kritisches Potenzial zu, sofern es gelingt, den Wert des notwendig dogmatisch gesetzten Ursprungs (jener Praxis) oder diese Setzung selbst in Zweifel zu ziehen.

Aufklärung, Dialektik, Diskursanalyse, Diskurstheorie, Faschismus, Geschichte, Herrschaft, Ideologiekritik, Ideologietheorie, Klassenherrschaft, Kontingenz, Kritik, Legalität/Legitimität, Macht, Methode, Nationalsozialismus, Normen, Notwendigkeit, Ressentiment, subversiv, Tradition, Vernunftkritik, Übermensch, Ursprung, Wahrheit, Werte, Wertkategorien, Widerspruch, Willkür, Zufall

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