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g:globalisierung [2013/03/05 23:49]
christian
g:globalisierung [2013/10/20 19:55] (aktuell)
oli
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 ====== Globalisierung ====== ====== Globalisierung ======
  
-A: al-‛aulama. – E: globalization. – F: globalisation, mondialisation. – R: globalizija. – S: globalisación, mundialización. – C: quan qui hua+A: al-‛aulama. – E: globalization. – F: globalisation, mondialisation. – R: globalizija. – S: globalisación, mundialización. – C: quánqiúhuà 全球化
  
 Thomas Sablowski Thomas Sablowski
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-Der Terminus G, zu Beginn der 1980er Jahre in wissenschaftlichen und politischen Diskursen noch kaum präsent, hat in den 1990er Jahren eine ungeheure diskursive Dynamik entfaltet. Er fungiert einerseits als Moment ideologischer [[h:Herrschaft]], insofern mit dem Verweis auf durch G bedingte ökonomische »Sachzwänge« die Verschiebung gesellschaftlicher [[k:Kräfteverhältnis|Kräfteverhältnisse]] und der neoliberale Umbau der gesellschaftlichen [[i:Institution]]en zuungunsten der subalternen Klassen vorangetrieben wird. Andererseits werden mit dem Begriff zentrale Momente der gesellschaftlichen Transformationen im letzten Viertel des 20. Jh. bezeichnet: die durch neue [[i:Information]]s- und [[k:Kommunikation]]stechnologien sowie sinkende Transportkosten bedingte »Raum- und Zeitkompression« (Harvey 1989),  die Intensivierung und qualitative Veränderung grenzüberschreitender ökonomischer Prozesse, die Erosion nationalstaatlicher Souveränität und die damit zusammenhängende Neukonfigurierung räumlicher und sozialer Verhältnisse. Dabei ist der Prozess der G, der politischen, sozialen und ökologischen Grenzen unterworfen ist, vom »Zustand der Globalität« zu unterscheiden (Altvater/Mahnkopf 1996). Marxistisch orientierte Beiträge zum G-Diskurs haben v.a. die Kritik an einseitigen, verkürzenden und mit falschen Gegensätzen operierenden Positionen vorangetrieben und den widersprüchlichen und krisenhaften Charakter der G herausgearbeitet. +Der Terminus G, zu Beginn der 1980er Jahre in wissenschaftlichen und politischen Diskursen noch kaum präsent, hat in den 1990er Jahren eine ungeheure diskursive Dynamik entfaltet. Er fungiert einerseits als Moment ideologischer [[h:Herrschaft]], insofern mit dem Verweis auf durch G bedingte ökonomische »Sachzwänge« die Verschiebung gesellschaftlicher [[k:Kräfteverhältnis|Kräfteverhältnisse]] und der neoliberale Umbau der gesellschaftlichen [[i:Institution|Institutionen]] zuungunsten der subalternen Klassen vorangetrieben wird. Andererseits werden mit dem Begriff zentrale Momente der gesellschaftlichen Transformationen im letzten Viertel des 20. Jh. bezeichnet: die durch neue [[i:Information]]s- und [[k:Kommunikation]]stechnologien sowie sinkende Transportkosten bedingte »Raum- und Zeitkompression« (Harvey 1989),  die Intensivierung und qualitative Veränderung grenzüberschreitender ökonomischer Prozesse, die Erosion nationalstaatlicher Souveränität und die damit zusammenhängende Neukonfigurierung räumlicher und sozialer Verhältnisse. Dabei ist der Prozess der G, der politischen, sozialen und ökologischen Grenzen unterworfen ist, vom »Zustand der Globalität« zu unterscheiden (Altvater/Mahnkopf 1996). Marxistisch orientierte Beiträge zum G-Diskurs haben v.a. die Kritik an einseitigen, verkürzenden und mit falschen Gegensätzen operierenden Positionen vorangetrieben und den widersprüchlichen und krisenhaften Charakter der G herausgearbeitet. 
    
  

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g/globalisierung.txt · Zuletzt geändert: 2013/10/20 19:55 von oli     Nach oben
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