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christian
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-I. 1972 erschien der »Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit« von Meadows u.a. //(The Limits to Growth)//, 1973 gefolgt von der dt. Ausgabe. Die 9.A. (1975) von //Gablers Wirtschaftslexikon //kennt das Stichwort noch nicht. Unter »Wachstumsprozess« findet sich die Definition: »Begriff der modernen Wirtschaftstheorie für die ständige Erweiterung des Produktionsertrages an Gütern und Diensten im Zeitablauf, hervorgerufen durch immer erneute Bildung von zusätzlichem Sachkapital.« (...). Auf den UN-Umweltkonferenzen (Stockholm 1972, Rio 1992) sowie in den dafür erstellten Berichten (Hammarskjöld-Bericht 1975, Bariloche-Bericht 1976, Brandt-Bericht 1980, Brundtland-Bericht 1987) war die Frage der GdW von Anfang an zentral.+I. 1972 erschien der »Bericht des Club of Rome zur Lage der <!--[-->[[m:Menschheit|Menschheit]]<!--]-->« von Meadows u.a. //(The Limits to Growth)//, 1973 gefolgt von der dt. Ausgabe. Die 9.A. (1975) von //Gablers Wirtschaftslexikon //kennt das Stichwort noch nicht. Unter »Wachstumsprozess« findet sich die Definition: »Begriff der modernen Wirtschaftstheorie für die ständige Erweiterung des Produktionsertrages an Gütern und Diensten im Zeitablauf, hervorgerufen durch immer erneute Bildung von zusätzlichem Sachkapital.« (...). Auf den UN-Umweltkonferenzen (Stockholm 1972, Rio 1992) sowie in den dafür erstellten Berichten (Hammarskjöld-Bericht 1975, Bariloche-Bericht 1976, Brandt-Bericht 1980, Brundtland-Bericht 1987) war die Frage der GdW von Anfang an zentral.
  
 In der [[k:klassische politische Ökonomie|politischen Ökonomie]] seit Adam Smith und ihrer <!--[-->[[k:Kritik der politischen Ökonomie|Kritik]]<!--]--> seit Karl Marx stehen Bedingungen und Beschränkungen ökonomischen Wachstums im Zentrum der mikro- und makroökonomischen Wirtschaftstheorien. Auf unterschiedliche Weise werden die naturgegebenen Begrenzungen einbezogen. Später, angesichts der stürmischen Entwicklung des Industriekapitalismus im 19. Jh., trat die Beschäftigung mit den natürlichen Bedingungen der Produktion in den Hintergrund. Die neoklassische Grenznutzentheorie (Marshall, Walras, Menger) untersuchte nicht mehr makroökonomisch, wie durch Einsatz von Natur, [[a:Arbeit]] und [[k:Kapital]] Werte entstehen, sondern wie durch mikroökonomische Expansion (vgl. Hirsch 1974) subjektiver Nutzen optimiert werden kann. In der [[k:klassische politische Ökonomie|politischen Ökonomie]] seit Adam Smith und ihrer <!--[-->[[k:Kritik der politischen Ökonomie|Kritik]]<!--]--> seit Karl Marx stehen Bedingungen und Beschränkungen ökonomischen Wachstums im Zentrum der mikro- und makroökonomischen Wirtschaftstheorien. Auf unterschiedliche Weise werden die naturgegebenen Begrenzungen einbezogen. Später, angesichts der stürmischen Entwicklung des Industriekapitalismus im 19. Jh., trat die Beschäftigung mit den natürlichen Bedingungen der Produktion in den Hintergrund. Die neoklassische Grenznutzentheorie (Marshall, Walras, Menger) untersuchte nicht mehr makroökonomisch, wie durch Einsatz von Natur, [[a:Arbeit]] und [[k:Kapital]] Werte entstehen, sondern wie durch mikroökonomische Expansion (vgl. Hirsch 1974) subjektiver Nutzen optimiert werden kann.

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g/grenzen_des_wachstums.1445967421.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/10/27 18:37 von christian     Nach oben
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