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h:heteronormativitaet [2015/05/17 16:51]
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-Der Begriff benennt Heterosexualität als Norm der [[g:Geschlechterverhältnisse]], die Subjektivität, Lebenspraxis, symbolische Ordnung und das Gefüge der gesellschaftlichen Organisation strukturiert. Die H drängt die Menschen in die Form zweier körperlich und sozial klar voneinander unterschiedener [[g:Geschlecht]]er, deren sexuelles Verlangen ausschließlich auf das jeweils andere gerichtet ist. H wirkt als apriorische Kategorie des Verstehens und setzt ein Bündel von Verhaltensnormen. Was ihr nicht entspricht, wird diskriminiert, verfolgt oder ausgelöscht (so in der medizinischen Vernichtung der Intersexualität) – oder den Verhältnissen in ästhetisch-symbolischer Verschiebung dienstbar gemacht. In der Subjekt-Konstitution erzeugt H den Druck, sich selbst über eine geschlechtlich und sexuell bestimmte [[i:Identität]] zu verstehen, wobei die Vielfalt möglicher Identitäten hierarchisch angeordnet ist und im Zentrum der Norm die kohärenten heterosexuellen Geschlechter Mann und Frau stehen. Zugleich reguliert H die Wissensproduktion, strukturiert Diskurse, leitet politisches Handeln, bestimmt über die Verteilung von Ressourcen und fungiert als Zuweisungsmodus in der [[a:Arbeitsteilung]]. H ist sämtlichen gesellschaftlichen Verhältnissen eingeschrieben; auch Rassismus und Klassenverhältnisse sind heteronormativ geprägt und prägen ihrerseits die kulturellen [[b:Bild]]er und konkreten Praxen heteronormer Zweigeschlechtlichkeit. +Der Begriff benennt Heterosexualität als Norm der [[g:Geschlechterverhältnisse]], die Subjektivität, Lebenspraxis, symbolische Ordnung und das Gefüge der gesellschaftlichen Organisation strukturiert. Die H drängt die Menschen in die Form zweier körperlich und sozial klar voneinander unterschiedener [[g:Geschlecht|Geschlechter]], deren sexuelles Verlangen ausschließlich auf das jeweils andere gerichtet ist. H wirkt als apriorische Kategorie des Verstehens und setzt ein Bündel von Verhaltensnormen. Was ihr nicht entspricht, wird diskriminiert, verfolgt oder ausgelöscht (so in der medizinischen Vernichtung der Intersexualität) – oder den Verhältnissen in ästhetisch-symbolischer Verschiebung dienstbar gemacht. In der Subjekt-Konstitution erzeugt H den Druck, sich selbst über eine geschlechtlich und sexuell bestimmte [[i:Identität]] zu verstehen, wobei die Vielfalt möglicher Identitäten hierarchisch angeordnet ist und im Zentrum der Norm die kohärenten heterosexuellen Geschlechter Mann und Frau stehen. Zugleich reguliert H die Wissensproduktion, strukturiert Diskurse, leitet politisches Handeln, bestimmt über die Verteilung von Ressourcen und fungiert als Zuweisungsmodus in der [[a:Arbeitsteilung]]. H ist sämtlichen gesellschaftlichen Verhältnissen eingeschrieben; auch Rassismus und Klassenverhältnisse sind heteronormativ geprägt und prägen ihrerseits die kulturellen [[b:Bild]]er und konkreten Praxen heteronormer Zweigeschlechtlichkeit. 
    
  
-➫ [[d:Diskursanalyse]], [[d:Diskurstheorie]],  [[e:Emanzipation]],  [[e:Eros]],  [[f:Familie]],  [[f:Feminismus]], [[f:Fetischcharakter der Ware]],  [[f:Fordismus]],  [[f:Frauenbewegung]],  [[f:freie Liebe]], [[g:Geschlecht]],  [[g:Geschlechterverhältnisse]],  [[g:Geschlechtervertrag]],  [[g:Große Weigerung]],  [[h:Hausfrau]],  [[h:Hegemonie]],  [[h:Herrschaft]],  [[h:HIV, AIDS|HIV/AIDS]],  [[h:Homosexualität]], [[i:Identität]],  [[i:Identitätslogik]],  [[i:Identitätspolitik]],  [[i:Ideologiekritik]], [[i:Ideologietheorie]],  [[k:Kommodifizierung]], [[k:Konsumgesellschaft]],  kulturelle Identität,  <!--[-->[[l:Lebensführung|Lebensführung]]<!--]-->, <!--[-->[[l:Lebensweise, Lebensbedingungen|Lebensweise]]<!--]-->,  <!--[-->[[l:Lesbenbewegung|Lesbenbewegung]]<!--]-->,  [[l:Liebe]],  <!--[-->[[m:Macht|Macht]]<!--]-->,  <!--[-->[[m:Männlichkeit|Männlichkeit]]<!--]-->, Minderheiten,  Neoliberalismus,  Neue Soziale Bewegungen, Normalisierung,  Normen,  Pornographie,  Poststrukturalismus, Psychoanalyse,  Queer-Theorie,  Repräsentation,  Schwulenbewegung, Sexismus,  Sexpol,  Sexualität,  sexuelle Befreiung,  Subjekt, Subkultur,  subversiv,  symbolische Ordnung,  Taylorismus, Zwangsheterosexualität +➫ [[d:Diskursanalyse]], [[d:Diskurstheorie]],  [[e:Emanzipation]],  [[e:Eros]],  [[f:Familie]],  [[f:Feminismus]], [[f:Fetischcharakter der Ware]],  [[f:Fordismus]],  [[f:Frauenbewegung]],  [[f:freie Liebe]], [[g:Geschlecht]],  [[g:Geschlechterverhältnisse]],  [[g:Geschlechtervertrag]],  [[g:Große Weigerung]],  [[h:Hausfrau]],  [[h:Hegemonie]],  [[h:Herrschaft]],  [[h:HIV, AIDS|HIV/AIDS]],  [[h:Homosexualität]], [[i:Identität]],  [[i:Identitätslogik]],  [[i:Identitätspolitik]],  [[i:Ideologiekritik]], [[i:Ideologietheorie]],  [[k:Kommodifizierung]], [[k:Konsumgesellschaft]],  <!--[-->[[l:Lebensführung|Lebensführung]]<!--]-->, <!--[-->[[l:Lebensweise, Lebensbedingungen|Lebensweise]]<!--]-->,  <!--[-->[[l:Lesbenbewegung|Lesbenbewegung]]<!--]-->,  [[l:Liebe]],  <!--[-->[[m:Macht|Macht]]<!--]-->,  <!--[-->[[m:Männlichkeit|Männlichkeit]]<!--]-->, Neoliberalismus,  Neue Soziale Bewegungen, Normalisierung,  Normen,  Pornographie,  Poststrukturalismus, Psychoanalyse,  Queer-Theorie,  Repräsentation,  Schwulenbewegung, Sexismus,  Sexpol,  Sexualität,  sexuelle Befreiung,  Subjekt, Subkultur,  subversiv,  symbolische Ordnung,  Taylorismus, Zwangsheterosexualität 
    
  
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h/heteronormativitaet.txt · Zuletzt geändert: 2018/03/07 18:00 von flo     Nach oben
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