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Hexenverfolgung

A: mulāḥaqat as-sāḥirāt at-tadarruǧ. – E: witch-hunt. – F: chasse aux sorcières. – R: gonenie za ved’mami, presledovanie koldun’. – S: persecución de las brujas. – C: yan jing wu shu

Claudia Opitz

HKWM 6/I, 2004, Spalten 218-225

Der Hexenglaube scheint universal. Eng verbunden mit einer Kosmologie, die auch von Geistern und übernatürlichen magischen Kräften bevölkert war, war der Glaube an Hexen und schwarze Magie auch in Europa lange Zeit ein integraler Bestandteil der Lebenserfahrung und Weltanschauung der meisten Menschen. Er hat in keiner anderen Kultur so verhängnisvolle Folgen gezeitigt, so viele Opfer gefordert wie im westlichen Europa, bes. in den Kleinstaaten des Alten Reiches, wo zwischen 1450 und 1650 die Furcht vor schädigenden Hexen, gesteigert durch kaum zu bewältigende wirtschaftliche Krisen und Seuchen, zur systematischen Verfolgung von Hexen und Zauberern geführt hat. Wie andere Verfolgungen hat auch diese das bes. Interesse marxistischer Forschung auf sich gezogen – wie die Verbindung der H mit der Etablierung modern-bürgerlicher patriarchaler Herrschaft über die Frauen die feministische Forschung.

Alltagsforschung, Alltagsverstand, Angst/Furcht, Aufklärung, Befreiung, Bewußtsein, Bild, Erinnerung, Feminismus, Fortschritt, Frankfurter Schule, Frauenbewegung, Geschichte, Geschlechterverhältnisse, Gewalt, Hexe, Opfer, Periodisierung der Geschichte, Sexualität, Staatsentstehung, Widerstand, Wirtschaftskrise

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