Differences

This shows you the differences between two versions of the page.

Link zu dieser Vergleichsansicht

h:humanisierung_der_arbeit [2011/03/20 04:41]
127.0.0.1 Externe Bearbeitung
h:humanisierung_der_arbeit [2018/02/26 21:29] (aktuell)
Zeile 14: Zeile 14:
  
  
-Dass [[a:Arbeit]] unter der »menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen« (…) ausgeübt werden soll, ist ein Wunsch, so alt wie das Verlangen nach [[e:Emanzipation]] subalterner Arbeit. Unter dem Namen HdA wurden seit den 1970er Jahren staatlich finanzierte, von der [[k:Kapital]]seite gestützte und von den [[g:Gewerkschaften]] getragene, wissenschaftlich begleitete Projekte in [[e:Europa]] vorangetrieben, die in der [[k:Krise des Fordismus]] Chancen der hochtechnologischen Produktionsweise nutzen wollten. Die damit verbundenen Vorstellungen gehören zu den Zielen der [[a:Arbeiterbewegung]] von [[a:Anfang]] an. Marx hat in den Kapiteln über »Manufaktur« und »Große Industrie« in //K I //die Folie erstellt, vor der ein Projekt wie »HdA« im kapitalistisch betriebenen Produktionsprozess zugleich seine Notwendigkeit und die Grenzen seiner Durchführbarkeit zeigt. HdA bewegt sich als Reformprojekt innerhalb der durch die Produktionsverhältnisse abgesteckten und die [[e:Entwicklung]] der Produktivkräfte ermöglichten Räume. Insofern stoßen die konkreten HdA-Projekte an die Schranken kapitalistischer [[a:Arbeitsorganisation]]; sie bewegen sich in dem Widerspruch, dass der Fluchtpunkt einer HdA, die diesen Namen verdient – die [[a:Aufhebung]] von [[e:Entfremdung]] in der Arbeit –, innerhalb des [[k:Kapitalismus]] nicht möglich ist, während zugleich eben diese Grenzen herausgefordert werden – so bleibt der Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater [[a:Aneignung]] als die paradoxe Struktur, in der die Reformversuche sich bewegen. HdA ist wesentlich Realpolitik. Doch indem sie sich mit den Notwendigkeiten der neuen Produktivkräfte verbündet, gewinnt sie eine Dimension, die über die Systemgrenzen hinausweist. +Dass [[a:Arbeit]] unter der »menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen« (…) ausgeübt werden soll, ist ein Wunsch, so alt wie das Verlangen nach [[e:Emanzipation]] subalterner Arbeit. Unter dem Namen HdA wurden seit den 1970er Jahren staatlich finanzierte, von der [[k:Kapital]]seite gestützte und von den [[g:Gewerkschaften]] getragene, wissenschaftlich begleitete Projekte in Europa vorangetrieben, die in der [[k:Krise des Fordismus]] Chancen der [[h:hochtechnologische Produktionsweise|hochtechnologischen Produktionsweise]] nutzen wollten. Die damit verbundenen Vorstellungen gehören zu den Zielen der [[a:Arbeiterbewegung]] von Anfang an. Marx hat in den Kapiteln über »Manufaktur« und »Große Industrie« in //K I //die Folie erstellt, vor der ein Projekt wie »HdA« im kapitalistisch betriebenen Produktionsprozess zugleich seine Notwendigkeit und die Grenzen seiner Durchführbarkeit zeigt. HdA bewegt sich als Reformprojekt innerhalb der durch die Produktionsverhältnisse abgesteckten und die Entwicklung der Produktivkräfte ermöglichten Räume. Insofern stoßen die konkreten HdA-Projekte an die Schranken kapitalistischer [[a:Arbeitsorganisation]]; sie bewegen sich in dem Widerspruch, dass der Fluchtpunkt einer HdA, die diesen Namen verdient – die [[a:Aufhebung]] von [[e:Entfremdung]] in der Arbeit –, innerhalb des [[k:Kapitalismus]] nicht möglich ist, während zugleich eben diese Grenzen herausgefordert werden – so bleibt der Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater [[a:Aneignung]] als die paradoxe Struktur, in der die Reformversuche sich bewegen. HdA ist wesentlich Realpolitik. Doch indem sie sich mit den Notwendigkeiten der neuen Produktivkräfte verbündet, gewinnt sie eine Dimension, die über die Systemgrenzen hinausweist. 
    
  
-➫ [[a:Aneignung]], [[a:Arbeit]],  [[a:Arbeiterbewegung]],  [[a:Arbeiterumfrage]],  [[a:Arbeitslosigkeit]], [[a:Arbeitsmarkt]],  [[a:Arbeitsorganisation]],  [[a:Arbeitspolitik]], Arbeitsprozessdebatte,  [[a:Arbeitsteilung]],  [[a:Arbeitszeit]], [[a:Arbeitszeitverkürzung]],  [[a:Automation]],  [[e:Entfremdung]],  [[f:Fabrik]], [[f:Fabrikgesetzgebung]],  [[f:Feminisierung der Arbeit]],  [[f:Flexibilisierung]], [[f:Fordismus]],  freie Wirtschaftszonen,  [[g:Gewerkschaften]],  [[h:hochtechnologische Produktionsweise]],  [[i:Ich-AG]],  [[i:Industrialisierung]],  [[i:industrielle Pathologie]],  [[i:informationelle Revolution]],  [[i:Innovation]],  [[k:Kapitalismus]], [[k:Kopf und Hand]],  [[k:Kooperation]],  [[k:Krise des Fordismus]],  Mitbestimmung, Modernisierung,  passive Revolution,  Persönlichkeit (allseits entwickelte),  Produktionsintellektuelle,  Produktionsverhältnisse, Produktionsweise,  Produktivismus,  Produktivkräfte,  Qualifikation, Reformismus,  Regulationstheorie,  revolutionäre Realpolitik, Segmentierung der [[a:Arbeiterklasse]],  Taylorismus +➫ [[a:Aneignung]], [[a:Arbeit]],  [[a:Arbeiterbewegung]],  [[a:Arbeiterumfrage]],  [[a:Arbeitslosigkeit]], [[a:Arbeitsmarkt]],  [[a:Arbeitsorganisation]],  [[a:Arbeitspolitik]], [[a:Arbeitsprozess-Debatte]],  [[a:Arbeitsteilung]],  [[a:Arbeitszeit]], [[a:Arbeitszeitverkürzung]],  [[a:Automation]],  [[e:Entfremdung]],  [[f:Fabrik]], [[f:Fabrikgesetzgebung]],  [[f:Feminisierung der Arbeit]],  [[f:Flexibilisierung]], [[f:Fordismus]],  [[f:freie Produktionszonen]],  [[g:Gewerkschaften]],  [[h:hochtechnologische Produktionsweise]],  [[i:Ich-AG]],  [[i:Industrialisierung]],  [[i:industrielle Pathologie]],  [[i:informationelle Revolution]],  [[i:Innovation]],  [[k:Kapitalismus]], [[k:Kopf und Hand]],  [[k:Kooperation]],  [[k:Krise des Fordismus]],  <!--[-->[[m:Mitbestimmung|Mitbestimmung]]<!--]-->, Modernisierung,  passive Revolution,  Persönlichkeit (allseits entwickelte),  Produktionsintellektuelle,  Produktionsverhältnisse, Produktionsweise,  Produktivismus,  Produktivkräfte,  Qualifikation, Reformismus,  Regulationstheorie,  revolutionäre Realpolitik, Segmentierung der Arbeiterklasse,  Taylorismus 
    
  
-[[http://www.inkrit.de/e_sx.php?id=237|{{artikel_per_email.jpg}}]] +[[http://www.inkrit.de/e_sx.php?id=237|{{:artikel_per_email.jpg}}]] 
  
  
 
InkriT Spende/Donate     Kontakt und Impressum: Berliner Institut für kritische Theorie e.V., c/o Tuguntke, Rotdornweg 7, 12205 Berlin
h/humanisierung_der_arbeit.1300592468.txt.gz · Zuletzt geändert: 2011/04/04 12:00 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
Recent changes RSS feed Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki Design by Chirripó