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i:informationsrente [2013/08/16 12:04]
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-Der von dem philippinischen Sozial-Aktivisten Roberto Verzola (1997) eingebrachte Begriff der I kennzeichnet eine spezifische Form der Mehrwertaneignung, begründet mit sog. [[i:intellektuelle Eigentumsrechte|intellektuellen Eigentumsrechten]] (iER). Mikroelektronik und Digitalisierung haben die Bedeutung der I explosiv gesteigert. Der Begriff beruht auf einer Übertragung des marxschen Begriffs der [[g:Grundrente]] und seines klassenanalytischen Ansatzes auf die neuen Produktionsverhältnisse, ist aber theoretisch noch kaum ausgearbeitet. Traditionell finden sich zu »I« nur Verweise auf einen neoklassisch geprägten Begriff, der den Zusatznutzen betrachtet, den sich ein Akteur aufgrund seines Informationsvorsprungs gegenüber anderen als eine besondere Art der Konsumentenrente oder im Rahmen von //Principal-Agent//-Konstellationen aneignen kann. Das hat mit der hier gemeinten Bedeutung nichts zu tun. Ausgangspunkt ist vielmehr, dass – neben den ›klassischen‹ Produktionsfaktoren [[a:Arbeit]], [[k:Kapital]] und Boden – [[i:Information]] oder Wissen in der bürgerlichen Ökonomie zunehmend der Charakter einer neuen, eigenständigen Quelle von Wertschöpfung zugeschrieben wird. Die Theorie der I beansprucht zu zeigen, dass es sich dabei um eine weitere Mystifikation der Kapitalverhältnisse handelt und dass die kapitalistische Ökonomie der Informationsprodukte als eine besondere Form der Produktion und [[a:Aneignung]] von Mehrwert zu dechiffrieren ist, der durch die <!--[-->[[l:lebendige Arbeit|lebendige Arbeit]]<!--]--> geschaffen wird. +Der von dem philippinischen Sozial-Aktivisten Roberto Verzola (1997) eingebrachte Begriff der I kennzeichnet eine spezifische Form der <!--[-->[[m:Mehrwert|Mehrwert]]<!--]-->aneignung, begründet mit sog. [[i:intellektuelle Eigentumsrechte|intellektuellen Eigentumsrechten]] (iER). Mikroelektronik und Digitalisierung haben die Bedeutung der I explosiv gesteigert. Der Begriff beruht auf einer Übertragung des marxschen Begriffs der [[g:Grundrente]] und seines klassenanalytischen Ansatzes auf die neuen Produktionsverhältnisse, ist aber theoretisch noch kaum ausgearbeitet. Traditionell finden sich zu »I« nur Verweise auf einen neoklassisch geprägten Begriff, der den Zusatznutzen betrachtet, den sich ein Akteur aufgrund seines Informationsvorsprungs gegenüber anderen als eine besondere Art der Konsumentenrente oder im Rahmen von //Principal-Agent//-Konstellationen aneignen kann. Das hat mit der hier gemeinten Bedeutung nichts zu tun. Ausgangspunkt ist vielmehr, dass – neben den ›klassischen‹ Produktionsfaktoren [[a:Arbeit]], [[k:Kapital]] und Boden – [[i:Information]] oder Wissen in der bürgerlichen Ökonomie zunehmend der Charakter einer neuen, eigenständigen Quelle von Wertschöpfung zugeschrieben wird. Die Theorie der I beansprucht zu zeigen, dass es sich dabei um eine weitere Mystifikation der Kapitalverhältnisse handelt und dass die kapitalistische Ökonomie der Informationsprodukte als eine besondere Form der Produktion und [[a:Aneignung]] von Mehrwert zu dechiffrieren ist, der durch die <!--[-->[[l:lebendige Arbeit|lebendige Arbeit]]<!--]--> geschaffen wird. 
    
  

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