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 Vom wissenschaftlich-philosophischen Standpunkt lässt sich zunächst festhalten, dass das [[d:Denken]] mit seinen Gedankendingen »stets von M.em genetisch, physiologisch oder auch technisch abhängig bleibt« (Wittich 2004, 818). Nichts hat spontane Philosophie mehr erschüttert als die Entwicklung der Naturwissenschaften. Stoff und Energie mussten als ineinander transformierbare [[f:Form|Formen]] des M.en anerkannt werden. Wie schon Hegel den [[a:Alltagsverstand]] mit seiner Bestimmung des Lichts als »unkörperliche, ja immaterielle Materie« durcheinandergebracht hat (//Enz//, II, §276; W 9, 119), spielt Albert Einsteins berühmte Formel E = mc<sup>2</sup> (1905) innerhalb der ›m.en Welt‹. Auch das Bohrsche Atommodell (1913) mit dem positiv geladenen Kern, der – wie die Sonne von den Planeten – in einem ansonsten ›leeren‹ Raum von negativ geladenen Elektronen umkreist wird, überstieg den Bezug zu einem stofflichen Gegenstand der Lebenswelt und [[e:Erfahrung]]. Seither hat die weitere Erforschung der subatomaren Wirklichkeit die Beschränkung des M.en aufs Stoffliche vollends gesprengt. Doch der allgemeine Sprachgebrauch ist dem nicht gefolgt. Vom wissenschaftlich-philosophischen Standpunkt lässt sich zunächst festhalten, dass das [[d:Denken]] mit seinen Gedankendingen »stets von M.em genetisch, physiologisch oder auch technisch abhängig bleibt« (Wittich 2004, 818). Nichts hat spontane Philosophie mehr erschüttert als die Entwicklung der Naturwissenschaften. Stoff und Energie mussten als ineinander transformierbare [[f:Form|Formen]] des M.en anerkannt werden. Wie schon Hegel den [[a:Alltagsverstand]] mit seiner Bestimmung des Lichts als »unkörperliche, ja immaterielle Materie« durcheinandergebracht hat (//Enz//, II, §276; W 9, 119), spielt Albert Einsteins berühmte Formel E = mc<sup>2</sup> (1905) innerhalb der ›m.en Welt‹. Auch das Bohrsche Atommodell (1913) mit dem positiv geladenen Kern, der – wie die Sonne von den Planeten – in einem ansonsten ›leeren‹ Raum von negativ geladenen Elektronen umkreist wird, überstieg den Bezug zu einem stofflichen Gegenstand der Lebenswelt und [[e:Erfahrung]]. Seither hat die weitere Erforschung der subatomaren Wirklichkeit die Beschränkung des M.en aufs Stoffliche vollends gesprengt. Doch der allgemeine Sprachgebrauch ist dem nicht gefolgt.
  
-➫ [[a:abstrakt/konkret]], [[a:Arbeit]], [[a:Arbeitskraft]], [[a:Artikulation/Gliederung]], [[a:Aufhebung]], [[b:Bedeutung]], [[b:Befriedigung]], [[b:Bewusstsein]], [[d:Denken]], [[d:Dialektik]], [[e:Energie]], [[e:Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse]], [[f:Feuerbachscher Materialismus]], [[f:Feuerbach-Thesen]], [[f:Form]], [[f:Formationstheorie]], [[f:Formgehalt/Forminhalt]], [[f:Form und Substanz]], [[g:Gebrauchswert]], [[g:Geist]], [[g:Geld]], [[h:Handlung]], [[h:Hegelianismus]], [[i:Idee]], [[i:Ideologiekritik]], [[i:immateriell]], [[k:kapitalistische Produktionsweise]], [[k:Kritik der politischen Ökonomie]], [[m:Maschinenstürmer]], [[m:Masse]], <!--[-->[[m:Massenbewegung, Massenorganisation|Massenbewegung/Massenorganisation]]<!--]-->, <!--[-->[[m:materialisieren/Materiatur|materialisieren/Materiatur]]<!--]-->, [[m:Materialismus (praktisch-dialektischer)|Materialismus (praktisch-dialektischer)]], [[m:Materialismus und Empiriokritizismus]], [[m:Materialität (historische)|Materialität (historische)]], [[m:Materie]], <!--[-->[[m:Metaphysik|Metaphysik]]<!--]-->, [[m:metaphysische Denkweise]], [[m:Methode]], Natur, Objektivismus, Objektivität, Ontologie, Praxis, Produktionsverhältnisse, stofflich, Stoffwechsel, Substanz, Tätigkeit, Tuismus, Verhältnis, Vermittlung, Wirklichkeit+➫ [[a:abstrakt/konkret]], [[a:Arbeit]], [[a:Arbeitskraft]], [[a:Artikulation/Gliederung|Artikulation/Gliederung]], [[a:Aufhebung]], [[b:Bedeutung]], [[b:Befriedigung]], [[b:Bewusstsein|Bewusstsein]], [[d:Denken]], [[d:Dialektik]], [[e:Energie]], [[e:Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse]], [[f:Feuerbachscher Materialismus]], [[f:Feuerbach-Thesen]], [[f:Form]], [[f:Formationstheorie]], [[f:Formgehalt/Forminhalt|Formgehalt/Forminhalt]], [[f:Form und Substanz]], [[g:Gebrauchswert]], [[g:Geist]], [[g:Geld]], [[h:Handlung]], [[h:Hegelianismus]], [[i:Idee]], [[i:Ideologiekritik]], [[i:immateriell]], [[k:kapitalistische Produktionsweise]], [[k:Kritik der politischen Ökonomie]], [[m:Maschinenstürmer]], [[m:Masse]], <!--[-->[[m:Massenbewegung, Massenorganisation|Massenbewegung/Massenorganisation]]<!--]-->, <!--[-->[[m:materialisieren/Materiatur|materialisieren/Materiatur]]<!--]-->, [[m:Materialismus (praktisch-dialektischer)|Materialismus (praktisch-dialektischer)]], [[m:Materialismus und Empiriokritizismus]], [[m:Materialität (historische)|Materialität (historische)]], [[m:Materie]], <!--[-->[[m:Metaphysik|Metaphysik]]<!--]-->, [[m:metaphysische Denkweise]], [[m:Methode]], Natur, Objektivismus, Objektivität, Ontologie, Praxis, Produktionsverhältnisse, stofflich, Stoffwechsel, Substanz, Tätigkeit, Tuismus, Verhältnis, Vermittlung, Wirklichkeit
  
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m/materiell.txt · Zuletzt geändert: 2018/03/20 10:59 von flo     Nach oben
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