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Juristen-Sozialismus, juristische Weltanschauung []

Juristen-Sozialismus, juristische Weltanschauung

A: ʼištirākīyat-al-ḥuqūqiyīn, at-taṣauwur al-ḥuqūqī li-lʽ-ālam. – E: juridical socialism, juridical world-view. – F: socialisme juridique, vision juridique du monde. – R: juridičeskij sozializm, jurisdičeskoe mirovozzrenie. – S: socialismo de juristas, concepción jurista del mundo. – C: fǎxuéjiā shèhuìzhǔyì, fǎxuéjiā de shìjièguān 法学家社会主义, 法学家的世界观

Hermann Klenner

HKWM 6/II, 2004, Spalten 1735-1746

Marxisten verstehen unter jW diejenige Erscheinungsform einer ideologischen Anschauung, mit der innerhalb eines insgesamt verkehrt reflektierten Ableitungszusammenhanges von Basis und Überbau dem Recht eine determinierende Rolle unterstellt wird, und unter JS diejenige Abart der jW, die den Sozialismus mit rechtsphilosophischen Postulaten begründet.

Der 1887 in der NZ ohne Autorenangabe veröffentlichte Artikel Juristen-Sozialismus (…) ist von Engels und Karl Kautsky gemeinsam verfasst worden. Der Artikel richtet sich gegen Anton Mengers Schrift Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag in geschichtlicher Darstellung (1886). Gleich zu Beginn der Vorrede zu seiner Monographie nennt Menger als deren Zweck, »die Grundideen des Sozialismus vom juristischen Standpunkt aus zu bearbeiten« und erklärt dies zur »wichtigsten Aufgabe der Rechtsphilosophie unserer Zeit« (1886), womit der »bürgerlichen Rechtsphilosophie« eine »der besitzlosen Volksklassen« an die Seite gestellt werde (…). Getreu der alten marx-engelsschen Devise: »Unsre Aufgabe ist die rücksichtslose Kritik, viel mehr noch gegen die angeblichen Freunde als gegen die offnen Feinde« (…), haben Engels und Kautsky diese aus den »volkswirtschaftlichen und philanthropischen Erörterungen […] losgeschälten und in nüchterne Rechtsbegriffe verwandelten« Ideen (Menger 1886) des sich als Sozialist verstehenden Autors als bloßen JS karikiert und diesen als eine Erscheinungsform der als bürgerlich charakterisierten jW bezeichnet. […]

Ausgelöst durch die Roaring Sixties des 20. Jh. gab es in westeuropäischen Ländern eine literarische Wiederentdeckung des mengerschen JS von erstaunlichem Umfang. Während die marxistische Kritik innerhalb der sozialistischen Länder sich mit einer (überdies verkürzten) Wiederholung der bereits von Engels und Kautsky vorgebrachten Argumente begnügte (vgl. Mollnau 1974; Tumanow 1975), fanden anderwärts Artikel, Dissertationen und Monographien ihre Adressaten, und die angesehene juristische Zeitschrift Quaderni fiorentini per la storia del pensiero giuridico moderno widmete Menger eine ganze Doppelnummer (1974/75) mit internationalen Autoren.

Austromarxismus, Basis, Bourgeoisie, bürgerliche Gesellschaft, Eigentum, ethischer Sozialismus, gerechter Lohn, Gerechtigkeit, Gesellschaftsvertrag, Gleichheit, Grundrechte, historischer Materialismus, Ideal, Idee, Ideologiekritik, Ideologietheorie, Illusion, Instanz, Justiz, Kathedersozialismus, Klassenjustiz, Legaler Marxismus, Mehrwert, Menschenrechte, Naturrecht, Privateigentum, Proletariat, Recht, Rechtsstaat, Reflex, Reform, Sozialismus, sozialistischer Rechtsstaat, Sozialstaat, Staat, Überbau, Wechselwirkung, Weltanschauung, Wille

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j/juristen-sozialismus_juristische_weltanschauung.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/26 21:29 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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