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Begriff []

Begriff

A: mafhūm. – E: concept. – F: concept. – R: ponjatie. – S: concepto. – C: gainian

Veikko Pietilä

HKWM 2, 1995, Spalten 155-160

Wenn B im Unterschied zu »Term« ein Theorem bezeichnet, muß dieses Theorem in epistemologischer Reflexion auf sich selbst angewandt werden können. Angesichts der »Stärke und […] Schwäche einer Art von Kritik, welche die Gegenwart zu be- und verurteilen, aber nicht zu begreifen weiß« (K I), entwickelt Marx seinen Anspruch begrifflich-wissenschaftlicher Erkenntnis. Dabei ist sein »Begriff ›Begriff‹« (Zeleny 1968) vor allem durch die kritische Rezeption Hegels geprägt. Dieser konzipiert die wahre Entwicklung der Wirklichkeit als die des B: »Alles, was nicht […] durch den Begriff selbst gesetzte Wirklichkeit ist, ist vorübergehendes Dasein, äußerliche Zufälligkeit, Meinung, wesenlose Erscheinung, Unwahrheit, Täuschung usf.« (RPh, §1) Daher begreift er die Identität von B und Wirklichkeit letztlich als die Einheit von B und dessen Verwirklichung. Der junge Marx sieht den Irrtum Hegels darin, das Verhältnis von B und Wirklichkeit, von B und Mensch, »auf den Kopf gestellt« zu haben; Hegel mache »die Idee zum Subjekt« und »das eigentliche, wirkliche Subjekt […] zum Prädikat«; bei ihm sei »die substantielle Wirklichkeit in Wahrheit B«, was »eine offenbare Mystifikation« sei (KHS). Die Junghegelianer und – in der Ökonomie – Proudhon machen sich desselben Irrtums schuldig; sie lösen die Wirklichkeit in logische Kategorien, in B.e auf, die dann als die eigentliche Wirklichkeit gelten bzw. diese setzen (HF; Elend). In der DI wird die gesellschaftliche Anlage, in der sich eine solche Vorstellung bildet, Ideologie genannt (vgl. Haug 1984).

[…] Statt »der Welt doktrinär mit einem neuen Prinzip« entgegenzutreten, will der junge Marx »aus eigenen Formen der existierenden Wirklichkeit die wahre Wirklichkeit als ihr Sollen und ihren Endzweck entwickeln«, was »nicht durch Dogmen, sondern nur durch Analysierung« zu bewerkstelligen sei (…). Damit stimmt überein, daß die »theoretischen Sätze der Kommunisten« nicht auf erfundenen Ideen beruhen, sondern »nur allgemeine Ausdrücke tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden Klassenkampfes, einer unter unsren Augen vor sich gehenden geschichtlichen Bewegung« sind (Manifest).

Abbild, Ableitung, abstrakt/konkret, Analyse/Synthese, Analytischer Marxismus, Bedeutung, Bestimmung/Determination, Denkform, eingreifendes Denken, Empirie/Theorie, Erkenntnis, Erkenntnistheorie, Genesis, Geschichte, Gesetz (soziales), Hegel-Kritik, Idealtypus, Ideologiekritik, Ideologietheorie, Kapitallogik, Kategorie, Kritik, Leitfaden, Oberfläche/Tiefe, objektive Gedankenformen, Theorie, Vulgärökonomie, Widerspiegelung, Wissenschaft

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