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g:geschichtsgesetze [2015/04/08 12:31]
christian
g:geschichtsgesetze [2018/02/26 21:29] (aktuell)
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-Der Begriff ›G‹ verweist auf das Bedürfnis, die Tatsachen und Prozesse der [[g:Geschichte]] auf wissenschaftliche Weise zu erklären. Doch gerade der Begriff Wissenschaft war Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen zwischen Historikern wie auch zwischen [[g:Geschichtsphilosophie|Geschichtsphilosophen]] während der 2. Hälfte des 20. Jh. Das Verlangen der Historiker, ihrem Fach ein Ansehen von Wissenschaftlichkeit zu verleihen, entsteht, wie Pierre Vilar gezeigt hat, mit dem Aufstieg der Moderne, also »mit dem [[h:Humanismus]], der Reformation und der Renaissance, d.h. zwischen dem letzten Viertel des 15. Jh. und dem letzten Viertel des 16. Jh.« (...). In dieser Epoche ragen Persönlichkeiten wie Guillaume Budé und Jean Bodin hervor; im 17. Jh. Autoren wie Graunt, Gregory King und William Petty; im 18. Jh. Vico mit seinen //Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker //(1725), Herder mit seinen //Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit //(1784), Montesquieu mit dem //Geist der Gesetze //(1748), Voltaire mit dem //Essai sur les mœurs et l’esprit des nations //(1756) und Condorcet mit seiner //Esquisse d’un tableau historique des progrès de l’esprit humain //(1795); schließlich erscheinen im 19. Jh. die großen Quellensammlungen (Niebuhr, Mommsen), die nationalen Geschichtsschreibungen (Ranke, Macauley, Michelet), die Geschichtsphilosophen wie Hegel (//PhilGesch//, 1837) und endlich die Werke von Marx und Engels, die eine regelrechte Revolution auf diesem Gebiet verkörpern. Um das Werk dieser Autoren dreht sich eine der wichtigsten Debatten in Bezug auf die ›Geschichtswissenschaft‹ und insofern auch auf die ›G‹. +Der Begriff ›G‹ verweist auf das Bedürfnis, die Tatsachen und Prozesse der [[g:Geschichte]] auf wissenschaftliche Weise zu erklären. Doch gerade der Begriff Wissenschaft war Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen zwischen Historikern wie auch zwischen [[g:Geschichtsphilosophie|Geschichtsphilosophen]] während der 2. Hälfte des 20. Jh. Das Verlangen der Historiker, ihrem Fach ein Ansehen von Wissenschaftlichkeit zu verleihen, entsteht, wie Pierre Vilar gezeigt hat, mit dem Aufstieg der Moderne, also »mit dem [[h:Humanismus]], der Reformation und der Renaissance, d.h. zwischen dem letzten Viertel des 15. Jh. und dem letzten Viertel des 16. Jh.« (...). In dieser Epoche ragen Persönlichkeiten wie Guillaume Budé und Jean Bodin hervor; im 17. Jh. Autoren wie Graunt, Gregory King und William Petty; im 18. Jh. Vico mit seinen //Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker //(1725), Herder mit seinen //Ideen zur Philosophie der Geschichte der <!--[-->[[m:Menschheit|Menschheit]]<!--]--> //(1784), Montesquieu mit dem //Geist der Gesetze //(1748), Voltaire mit dem //Essai sur les mœurs et l’esprit des nations //(1756) und Condorcet mit seiner //Esquisse d’un tableau historique des progrès de l’esprit humain //(1795); schließlich erscheinen im 19. Jh. die großen Quellensammlungen (Niebuhr, Mommsen), die nationalen Geschichtsschreibungen (Ranke, Macauley, Michelet), die Geschichtsphilosophen wie Hegel (//PhilGesch//, 1837) und endlich die Werke von Marx und Engels, die eine regelrechte Revolution auf diesem Gebiet verkörpern. Um das Werk dieser Autoren dreht sich eine der wichtigsten Debatten in Bezug auf die ›Geschichtswissenschaft‹ und insofern auch auf die ›G‹. 
    
  

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g/geschichtsgesetze.1428489116.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/04/08 12:31 von christian     Nach oben
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