Großer Sprung

A: al-qafza ak-kabīra. – E: Great Leap. – F: Grand bond. – R: skačok, bolšoj pryžok. – S: gran salto. – C: dayuejin 大跃进

Hong Yun-Shan

HKWM 5, 2001, Spalten 984-990

Der 1958 in China eingeleitete »GS nach vorn« und sein katastrophales Scheitern verdeutlichen exemplarisch einige Probleme des ›sozialistischen Übergangs‹. Die zugrunde liegende Strategie exemplifiziert die Einseitigkeit der von Mao Zedong dafür vorgeschlagenen Lösungen. Zu den Fragen, wie eine wirkliche, nicht staatlich vorgetäuschte revolutionäre Selbst-Aktivierung eines Volkes aussehen könnte – und wie es möglich war, dass die KP Chinas eine Politik praktizierte, die Hungersnöte auslöste, denen ca. 23 bis 30 Mio Menschen zum Opfer gefallen sind, liegen noch keine marxistischen Untersuchungen vor. Die Erfahrung des GS – der neben der »Kulturrevolution« ein Kernelement des international wirksamen »Maoismus« bildete – hat gezeigt, dass politischer Voluntarismus und Mobilisierung der Massen von oben ungeeignet sind, die Probleme des vom Stalinismus geprägten Modells industrieller Entwicklung zu lösen. In dieser Erfahrung liegen Probleme, die jede Neukonzipierung einer sozialistischen Planung wird lösen müssen.

chinesische Kulturrevolution, chinesische Revolution, Entmaoisierung, Fehler, Generallinie, Maoismus, Mao-Zedong-Ideen, Massenlinie, Plan, sozialistische Marktwirtschaft, Tonnenideologie, Volkskommune

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