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Grenzen des Wachstums []

Grenzen des Wachstums

A: ḥudūd an-numūw. – E: limits of growth. – F: limites de la croissance. – R: predely rosta. – S: límites del crecimiento. – C: shengchang de jiexian

Peter Schyga (I.), Victor Wallis (FOW) (II.)

HKWM 5, 2001, Spalten 963-976

I. 1972 erschien der »Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit« von Meadows u.a. (The Limits to Growth), 1973 gefolgt von der dt. Ausgabe. Die 9.A. (1975) von Gablers Wirtschaftslexikon kennt das Stichwort noch nicht. Unter »Wachstumsprozess« findet sich die Definition: »Begriff der modernen Wirtschaftstheorie für die ständige Erweiterung des Produktionsertrages an Gütern und Diensten im Zeitablauf, hervorgerufen durch immer erneute Bildung von zusätzlichem Sachkapital.« (…). Auf den UN-Umweltkonferenzen (Stockholm 1972, Rio 1992) sowie in den dafür erstellten Berichten (Hammarskjöld-Bericht 1975, Bariloche-Bericht 1976, Brandt-Bericht 1980, Brundtland-Bericht 1987) war die Frage der GdW von Anfang an zentral.

In der politischen Ökonomie seit Adam Smith und ihrer Kritik seit Karl Marx stehen Bedingungen und Beschränkungen ökonomischen Wachstums im Zentrum der mikro- und makroökonomischen Wirtschaftstheorien. Auf unterschiedliche Weise werden die naturgegebenen Begrenzungen einbezogen. Später, angesichts der stürmischen Entwicklung des Industriekapitalismus im 19. Jh., trat die Beschäftigung mit den natürlichen Bedingungen der Produktion in den Hintergrund. Die neoklassische Grenznutzentheorie (Marshall, Walras, Menger) untersuchte nicht mehr makroökonomisch, wie durch Einsatz von Natur, Arbeit und Kapital Werte entstehen, sondern wie durch mikroökonomische Expansion (vgl. Hirsch 1974) subjektiver Nutzen optimiert werden kann.

II. Die Aufspaltung der Debatte in eine diagnostische Frage, worin die Bedingungen für wirtschaftliches Wachstum liegen bzw. ob diese Bedingungen heute noch vorliegen, und in die Bewertungsfrage, ob ein solches Wachstum weiterhin ein Ziel der Wirtschaftspolitik sein sollte, verweist auf die Widersprüche der kapitalistischen Akkumulation. Was unter kapitalistischen Verhältnissen gemeinhin als Wirtschaftswachstum begriffen wird, d.h. die Ausweitung des ›Bruttosozialprodukts‹, wird von Marx unter den Titeln »Akkumulation« und »erweiterte Reproduktion« untersucht (MEW 23, Abschn. VII; 24, Kap. 21). Innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise bilden sie das immanente Ziel aller ökonomischen Prozesse (vgl. MEW 23, 621), nicht aber in einer kommunistischen Gesellschaft, in der allein die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, und zwar so, wie sie ohne jeden Zwang hervortreten, den Maßstab wirtschaftlichen Handelns bilden würde.

Agrarfrage, Agrobusiness, Akkumulation, Destruktivkräfte, Elektrifizierung, Exkremente der Produktion, Gattungsfragen, Grüner New Deal, Grüne Revolution, Keynesianismus, Mensch-Natur-Verhältnis, nachhaltige Entwicklung, Natur, Naturbeherrschung, Nord-Süd-Konflikt, Ökologie, ökologische Modernisierung, Ökosozialismus, Produktion des Lebens, Produktivismus, Tonnenideologie, Umwelt, Unterentwicklung, zweiter Widerspruch des Kapitalismus

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