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Freie Produktionszonen []

Freie Produktionszonen

A: manāṭiq al-intāǧ al-ḥurrīya. – E: Export processing free zones, Industrial free zones. – F: zones de libre production. – R: zony cvobodnogo npoizvodsva. – S: zonas de producción libre. – C: ziyou shengchan quyu

Eberhard Liebau

HKWM 4, 1999, Spalten 916-926

FPZ sind ein Produkt des weltumspannenden Drangs des Kapitals, sich grenzenlos zu verwerten. In technisch-organisatorischer Hinsicht sind sie gewissermaßen eine Kombination der infrastrukturellen Merkmale von Industrie- bzw. Gewerbeparks und der finanzpolitischen und verwaltungstechnischen Merkmale von Zollausschlussgebieten bzw. Freihandelszonen. Der Begriff (häufig auch Wirtschaftssonderzone, Export Processing Zone, Industrial Free Zone) bezeichnet geographisch und rechtlich mehr oder weniger abgegrenzte Areale eines Landes, in denen Vorzugsbedingungen für unternehmerische Aktivitäten gelten. Es handelt sich um eine Ansammlung von Betrieben in einer i.d.R. behördlich kontrollierten Produktionsenklave oder um einzelne Betriebe mit FPZ-Status (z.B. die ›Bonded Warehouses‹ in Malaysia oder die ›Maquiladora‹-Betriebe in Mexiko).

Die Sonderkonditionen, die v.a. den ausländischen Investoren eingeräumt werden, liegen in der Zollfreiheit für Im- und Exporte, Steuervorteilen und der Garantie eines freien Devisen- und Kapitalverkehrs. Darüber hinaus wird durch eine preisgünstige Versorgung mit Energie und Wasser, durch Überlassung von Fabrikgebäuden und besonders durch eine auf die Freizonen beschränkte Suspendierung bzw. Lockerung von Umweltschutzgesetzen und national gültigen Arbeitsrechtsnormen (z.B. dem Nachtarbeitsverbot für Frauen) versucht, ausländische Direktinvestitionen anzulocken.

Die hohe Arbeitslosigkeit in den meisten Entwicklungsländern sorgt für ein nahezu unbegrenztes Angebot an billiger Arbeitskraft. Es ist »die Funktion von FPZ in Entwicklungsländern, die technisch-ökonomischen und politisch-rechtlichen Voraussetzungen zu gewährleisten, die eine profitable Nutzung der billigen Arbeitskraft und sonstiger Produktionsfaktoren, wie Land, Wasser und sonstige Umwelt, Energie, Rohstoffe etc., für weltmarktorientierte und weltmarktwettbewerbsfähige industrielle Produktion erlauben« (Fröbel u.a. 1986).

Abkopplung, Ausbeutung, Dependenztheorie, Doppelbelastung, Dritte Welt, Entwicklungsländer, Frauenarbeit, Freihandel, Globalisierung, industrielle Pathologie, informelle Wirtschaft, internationale Arbeitsteilung, multinationale Konzerne, nachholende Modernisierung, Peripherie/Zentrum, Staatsmacht, transnationale Konzerne, ungleiche Entwicklung, Unterentwicklung, Weltmarkt, Wirtschaftswachstum

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f/freie_produktionszonen.txt · Zuletzt geändert: 2013/02/10 12:07 von christian     Nach oben
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