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Konflikttheorien []

Konflikttheorien

A: naẓariyāt aṣ-ṣirā‛. – E: conflict theories. – F: théories du conflit. – R: teorii konfliktov. – S: teorías del conflicto. – C: chongtu lilun 冲突理论

Walther Müller-Jentsch

HKWM 7/II, 2010, Spalten 1448-1458

Konflikt ist ein unpräziser Sammelbegriff, der für psychische Spannungen, soziale Friktionen und gesellschaftliche Auseinandersetzungen steht. Ihm liegen aktuell unvereinbare Ansprüche, Forderungen, Interessen, Werte, Normen etc. von interagierenden Einheiten (innerpsychische Instanzen, Individuen, soziale Rollen, Gruppen, Klassen, Organisationen, Gemeinschaften, Ethnien, Nationen, überstaatliche Bündnisse) zugrunde, die diese im Konfliktverlauf, d.h. im Kampf gegeneinander, durchzusetzen versuchen. Zuweilen wird Konflikt auch als Synonym für Gegensatz, Widerspruch, Antagonismus zwischen gesellschaftsstrukturellen Komplexen verstanden, z.B. zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, Basis und Überbau, Ökonomie und Politik, Staat und Kirche.

Marx benutzt die Konfliktkategorie an vielen Stellen umgangssprachlich, ohne dass aus ihnen eine spezifische Konflikttheorie herauszuarbeiten wäre. Theoretisch ausformuliert ist dagegen seine Theorie des »Konflikts zwischen gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen«; hier untersucht er die Formen der Umwälzung und wie sie miteinander verkoppelt sind, wie sich »Menschen dieses Konflikts bewusst werden und ihn ausfechten« (Vorw 59). Er geht von der Konflikthaftigkeit alles durch Klassenherrschaft strukturierten sozialen und gesellschaftlichen Lebens aus. Dabei verfährt er vorwiegend widerspruchstheoretisch, wobei er im Wortgebrauch nicht immer trennscharf vorgeht (…).

In den Sozialwissenschaften gilt der Konfliktbegriff als ein »interdisziplinärer und […] theorieübergreifender Grundbegriff« (Bonacker 2002), der einen Grundtatbestand des Sozialen bezeichnen soll. In dieser Weise findet er sich in allen sozialwissenschaftlichen Teildisziplinen wieder, wo er teils Phänomene jenseits von Klassenkonflikten erfasst, teils die marxsche »Lehre vom Klassenkampf positivistisch« einebnet (Adorno 1968).

Anerkennung, Antagonismus, Arbeitsbeziehungen, Besitz/Eigentum, Frauenbewegung, Funktionalismus, Gegensatz, Generalstreik, Gewalt, Herrschaft, Institution, Interesse, Kampf, Kapital, Klassenkampf, Konkurrenz, Konsens, Kontrolle, Krieg, Krise, Kultur, Macht, Normen, Ordnung, Produktivkräfte/Produktionsverhältnisse, Reproduktion, soziales System, Terrorismus, Werte, Widerspruch

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k/konflikttheorien.txt · Zuletzt geändert: 2015/03/26 23:07 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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