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Kantianismus []

Kantianismus

A: kantiyah. – E: Kantianism. – F: kantisme. – R: Kantianizm. – S: kantianismo. – C: kangde zhuyi 康德主义

Hans-Christoph Rauh, Jürgen Stahl (I.), Wolfgang Fritz Haug (II.)

HKWM 7/I, 2008, Spalten 87-117

I. Immanuel Kant (1724-1804) und der sich schon zu seinen Lebzeiten mit seiner Philosophie verbindende K stehen bis heute, ungebrochen und anhaltend weltphilosophisch wirksam, für eine der einflussreichsten Philosophien der europäischen Neuzeit. Kants drei große Kritiken – der theoretischen und der praktischen Vernunft sowie der Urteilskraft – bilden Beginn und Grundlage des deutschen Idealismus mit seinem philosophisch-materialistischen »Ausgang« (Engels) in Gestalt von Ludwig Feuerbach. Der sich daran anschließende Neu-K ist ohne diese vorangegangene philosophische Gesamtentwicklung nicht denkbar, unterliegt aber seiner Entstehung, Ausbreitung und Wirkung nach bereits völlig anderen historischen Bedingungen seit Mitte des 19. Jh. – der K im engeren Sinn umfasst also v.a. die zwei gesamteuropäisch revolutionären Jahrzehnte 1781-1800, also den sog. ›kritischen‹ Kant selbst sowie den sich daran unmittelbar anschließenden K bis zur darüber hinausgehenden Etablierung der ›klassischen deutschen Philosophie‹ durch Fichte, Herder, Schelling, Hegel und Feuerbach.

Nachdem Marx seine frühe Kritik der Hegelschen Dialektik und Philosophie überhaupt (Ms 44), darin Ludwig Feuerbach (1839/43) folgend, beendet hatte, kam für ihn hinsichtlich der »Anatomie« der bürgerlichen Gesellschaft nur noch eine Kritik der politischen Ökonomie infrage. Bereits in KHR (1843/44) heißt es: »die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik«. Nachdem sie als Produkt der entfremdeten Menschen erkannt worden ist, musste sie sich dieser wirklichen Entfremdung annehmen. »Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. […] Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.« (…) Das kantsche selbstaufklärerische Moment der Kritik ist so dem originären Marxismus von Anbeginn wesenseigen. Das Verhältnis von Marx und das des Marxismus zu Kant bzw. zum K historisch-kritisch zu hinterfragen, setzt voraus, sich die jeweiligen Grund- und Wesenszüge zu vergegenwärtigen. Das derart in Gang kommende »Epochengespräch von Kant und Marx« (Negt 2003) zeigt: »Nichts von dem, was Marx und Kant im Gesamtzusammenhang ihres Denkens als menschliche Existenzweise problematisiert haben, ist ausgestanden, erledigt, durch Realisierung aufgehoben.« (…)

II. An Schlüsselstellen der marxschen Theorie finden sich Spuren einer untergründigen Aufnahme und Umarbeitung der Grundgedanken des kantschen Kritizismus. Im späteren Marxismus scheiden sich die Richtungsgeister daran. Der sowohl in der Lenin-Nachfolge wie, am Gegenpol, in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule dominante Hegelbezug hat die den Antidogmatismus und die Metaphysikkritik des marxschen Denkens prägende dialektische Aufhebung des kantianischen Erbes verdunkelt.

anschauender Materialismus, Aufklärung, Austromarxismus, Begriff, Bewußtsein, Denkform, Dialektik, Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse, Erkenntnistheorie, ethischer Sozialismus, Fetischcharakter der Ware, Feuerbach-Thesen, Grenzen der Dialektik, Hegelianismus, Idealismus/Materialismus, Intellektuelle, Jenseits/Diesseits, Kategorie, kategorischer Imperativ, klassische deutsche Philosophie, Kritik, Metaphysik, Neukantianismus, Philosophie, Philosophie der Praxis, Philosophiekritik, Sein/Bewusstsein, System, Transzendenz/Immanenz, trinitarische Formel, Vernunft, vernünftig/wirklich, Vernunftkritik, Verstand (allgemeiner), Wille, wissenschaftliche Weltanschauung

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k/kantianismus.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/26 21:29 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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