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Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse []

Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse

A: maǧmu‛ al-auḍā‛ al-muǧtama‛īya. – E: ensemble of the social relations. – F: ensemble des rapports sociaux. – R: sovokupnost’ obščestvennych otnošenij. – S: conjunto de las relaciones sociales. – C: shehui guanxi de zongti

Michel Vadée (KG) (I.), Adriana Silvia Benzaquen (WM) (II.), Morus Markard (III.)

HKWM 3, 1997, Spalten 408-431

I. In einer jener Bemerkungen, die er – »vermutlich im Mai-Juni« und nicht wie in den MEW angenommen wird im März/April (Labica 1997) – 1845 in Brüssel in einem Vokabelheft niederwirft und die als Thesen über Feuerbach bekannt geworden sind, schreibt Marx: »das menschliche Wesen ist kein dem einzelnen Individuum inwohnendes Abstraktum. In seiner Wirklichkeit ist es das ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse« (6. These). Es geht also um eine Bestimmung des »menschlichen Wesens«, und es handelt sich hier um die erste und wichtigste Erwähnung des Ausdrucks EgV bei Marx. Veröffentlicht wurden die ThF (in veränderter Fassung) erst 1888 von Engels im Anhang zu LF (…). In den MEW werden sie der Deutschen Ideologie vorangestellt, die 1845/46 redigiert wurde, aber bis zu ihrer vollständigen Veröffentlichung im Jahre 1932 weitgehend unbekannt blieb. […]

Das Konzept vom EgV [steht] einerseits den atomistischen Theorien gegenüber, denen zufolge das Entstehen einer Gesellschaft autonome und unabhängige Individuen voraussetzt, und andererseits den essentialistischen und idealistischen Theorien, die das soziale Band auf ein universelles ideales ›menschliches Wesen‹ gründen, das zu allen Zeiten allen Menschen innewohnt. Marx lehnt diese Verewigung eines einzigen ideellen Wesens ebenso ab wie jene Robinsonaden, die am Ursprung der Gesellschaft voneinander getrennte Individuen imaginieren, die wie richtige Atome in sich verschlossen und selbstgenügsam sind.

II. Wygotski. – Die von Marx in ThF 6 vorgebrachte Idee, dass das »menschliche Wesen« kein »dem einzelnen Individuum inwohnendes Abstraktum«, sondern das »ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse« (…) sei, bildet einen der Ausgangspunkte für das Werk Lew Wygotskis (1896-1934). Dieser marxistische Psychologe arbeitete unmittelbar nach der Revolution in der SU. Sein anspruchsvolles Projekt zielt auf den geschichtsmaterialistischen Neubau der psychologischen Wissenschaft.

III. Kritische Psychologie.Kritik an Milieutheorie, die den deterministisch-passivierenden Annahmen zugunsten subjekthafter Tätigkeit entraten will, kann sich auf die Feuerbach-Thesen berufen. Klaus Holzkamp nimmt v.a. ThF 6 als Ausgangspunkt für die Analyse des Verhältnisses objektiver Bestimmtheit und subjektiver Bestimmung menschlicher Lebensgewinnung. Er unterscheidet zwischen der gesellschaftlichen Natur des Menschen und der »gesamtgesellschaftlichen Vermitteltheit« seiner Existenz (1983). […]

In der Kritischen Psychologie wird die Gratwanderung unternommen, von der naturgeschichtlichen Fundierung des Mensch-Welt-Zusammenhangs auszugehen, ohne dabei gesellschaftliche Verhältnisse zu biologisieren. Das Resultat: die konkret-historische Schaffung des EgV kann nur auf der Grundlage einer im Rahmen der Naturgeschichte entstandenen natürlichen Potenz zur Vergesellschaftung, einer »gesellschaftlichen Natur« (1983) des Menschen, möglich sein.

abstrakt/konkret, Anatomie, anschauender Materialismus, Arbeitsteilung, Artikulation/Gliederung, Basis, Bedeutung, bürgerliche Gesellschaft, Denkform, Dialektik, Ebene, Einheit, Epoche, Erfahrung, Feuerbachscher Materialismus, Feuerbach-Thesen, Freiheit, funktional-historische Analyse, Ganzes, Gefühle/Emotionen, Gemeinwesen, geschichtlicher Block, Gesellschaft, Gesellschaftsformation, Handlungsfähigkeit, Hierarchie/Antihierarchie, historische Individualitätsformen, Ideologietheorie, ideologische Staatsapparate/repressiver Staatsapparat, Individuum, Klassenlage, Lebensführung, Metapher, Methode, Milieu, Natur, Regulationstheorie, Staat, Struktur, strukturelle Kausalität, Subjektwissenschaft, Superstrukturen, Totalität, Überbau, Verhältnisse, Vermittlung, Wesen/Erscheinung, Wesen des Menschen

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